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Rozette Kats - Konfrontation mit dem Antisemitismus

Datum: 07.12.2012 | verfasst von: Johannes Messelink


Rozette_Kats_-_Konfrontation_mit_dem_Antisemitismus Rozette Kats hielt am 27.11.2012 einen ├Ąu├čerst eindrucksvollen Vortrag ihrer historisch wertvollen Vergangenheit an der Martin-Niem├Âller Gesamtschule. Interessierte Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der 10b und 10h, sowie Lehrerinnen und Lehrer beteiligten sich engagiert an ihrer Biographie, die erfolgreich von ihrer Assistentin und Freundin Raphaela Kula sprachlich unterst├╝tzt wurde. Zudem wurde eine Sammlung an Gegenst├Ąnden, unter anderem Familienstammbuch und Fotographien aus damaligen Zeiten und ein realer Judenstern verwendet, um den Anwesenden einen treffenden Eindruck ihrer vergangenen Situation zu vermitteln. Dies ist nach Meinung einiger befragter Sch├╝ler hervorragend gelungen.

Schon zu Beginn ihrer Lebensbeschreibung sagte sie, dass sie als verstecktes Kind ihre Identit├Ąt und ihr Bewusstsein aufgegeben habe. Hier ist hinzuzuf├╝gen, dass sie als ehemalige Niederl├Ąnderin ├╝ber einen lobenswerten deutschen Wortschatz verf├╝gt.

Mit freundlich motivierter Ausstrahlung begann sie, auf Sch├╝lerfragen eingehend, ihren Vortrag.

R_KATS
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Im Jahr 1942 wurde Rozette Katz in Amsterdam geboren. Die ersten 9 Monate wurde sie von ihren leiblichen Eltern aufgezogen und zwar in verschiedenen Verstecken. Da ihre damalig verarmte und bei fremden B├╝rgern untergekommene Familie vollst├Ąndig dem j├╝dischen Glauben angeh├Ârte, folgt die Siebzigj├Ąhrige dieser Religion bis heute.

In ihre Erz├Ąhlung vertieft, nehmen die Anwesenden aufmerksam an ihren Berichten der Erfahrungen des Antisemitismus teil. Deutsche Volksangeh├Ârige wurden nun von f├╝hrenden Nationalsozialisten bestochen, versteckte Juden zu verraten. Dies brachte auch ihre Familie in Gefahr, und zwang ihre Eltern zum Abgeben ihrer Tochter an eine nichtj├╝dische Familien. Rozette Kats wurde nun von einer holl├Ąndischen Familie adoptiert, die sie liebensw├╝rdig aufnahm. Fortan hie├č sie Rita.

Wie sie den Zuh├Ârenden berichtet begann ein neuer Lebensabschnitt f├╝r sie. Im alter von 6 Jahren erfuhr sie 1948 von ihrer umgekommenen Familie. Angst und der Drang nach Informationen f├╝hrte sie um 1984 zu Besuch ihres einzig ├╝berlebenden Verwandten in [Lebensort]. Der traumatisierte und an Krebs erkrankte Onkel Rozettes besa├č zu ihrem Gl├╝ck ein Fotoalbum, das die ben├Âtigten Informationen lieferte. Aus Furcht vor Entt├Ąuschung und Angst vor Konfrontation mit der Vergangenheit gab der Onkel ihr nur ein Foto ihrer Eltern, und verschloss den Rest wieder im Schrank. Lange waren die Familiendokumente verschollen. Erst 1994 erfuhr sie von der Existenz des Albums beim Sohn ihres verstorbenen Onkels.

Die seit damals vorhandenen Informationen und Materialien lie├č Rozette Kats nach dem ausf├╝hrlichen Vortrag ihrer Lebensgeschichte und deren Hintergr├╝nde anschlie├čendbestaunen.



Rozette Katz ├╝bermittelte den anwesenden Besuchern nicht nur ihre spannend und lehrhafte Autobiographie einschlie├člich des Antisemitismus, sondern auch ihre intensiven Gef├╝hle die sie in ihrer Vergangenheit und Gegenwart versp├╝rt und versp├╝rte.

Der Kontrast zwischen Lehrtexten aus dem Geschichtsbuch und Rozette Kats emotionalem Vortrag war sehr deutlich und fiel positiv aus. Eine solche Aktion ist nur weiter zuempfehlen.



Hannes Lohmann, 10B Martin-Niem├Âller Gesamtschule


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